Klassische Homöopathie

Similia similibus curentur
Ähnliches heile Ähnliches

 

Seit 1986 arbeite ich in meiner Praxis mit der Klassischen Homöopathie Hahnemanns. Diese beruht auf dem Ähnlichkeitsgesetz (Simile-Prinzip): Hahnemann stellte fest, dass eine Substanz, die beim Gesunden bestimmte Krankheitssymptome hervorruft, diese Symptome beim Kranken heilen kann.
Ein Beispiel: Übermäßiger Kaffeegenuss erzeugt einen nervösen, hyperaktiven Erregungszustand, Überempfindlichkeit der Sinne und Nerven, und damit Schlaflosigkeit, verstärkt Herzklopfen u.a.m. Coffea erzeugt also beim Gesunden ein ganz spezifisches  Beschwerdebild, das keine andere Substanz hervorrufen kann.
Die Aufgabe des Klassischen Homöopathen besteht nun darin, zum individuellen Beschwerdebild des Kranken diejenige Substanz zu finden, die bei einem Gesunden die ähnlichste Wirkung hervorruft, in diesem Fall bei Schlaflosigkeit infolge Übererregung und Herzklopfen zumindest Coffea in die nähere Wahl einzubeziehen.

Die Homöopathie richtet sich also nicht gegen einzelne Beschwerden wie die Schulmedizin. Auch unterscheidet sie sich von jener in ihrem Krankheitsverständnis: Sie differenziert zwischen Leiden und den Krankheitssymptomen. Nehmen wir zum Beispiel einen fieberhaften grippalen Infekt. Die Symptome, die diese Beschwerden hervorrufen, sind mit Leiden verbunden, keine Frage.  Der Organismus ist aber bereits dabei, die unerwünschten Erreger und deren Toxine über die Ausscheidung zu beseitigen; dies ist über die Krankheitssymptome erkennbar. Es geht also nicht darum, ein Mittel zu geben, das die notwendigen Ausscheidungsprozesse unterdrückt bzw. hemmt oder das Fieber senkt. Vielmehr geht es darum, den Organismus in seinem Bemühen zu unterstützen, die entstandene Störung der Energiebalance zu überwinden. Und genau das macht Homöopathie.

Die Wirkung kann dabei enorm verstärkt werden, wenn die Substanz nicht im Ausgangszustand verwendet wird, sondern in einer potenzierten Form. Hahnemann und seine Schüler prüften im Selbstversuch knapp 200 „Arzeneystoffe“, die interessanterweise auch heute noch die Basis der Homöopathie bilden.

Im Lauf der Zeit kamen zahlreiche neue Substanzen hinzu: Mittlerweile stehen dem Therapeuten über 3.000 geprüfte Mittel zur Verfügung.

 

Vorteile der Homöopathie:

  • schnelle und sanfte Heilung
  • Berücksichtigung des gesamten Menschen (mental, psychisch und körperlich)
  • Berücksichtigung des individuellen Menschen innerhalb seines Schicksalfeldes
  • keine Nebenwirkungen
  • vollkommener Verzicht auf Tierversuche
  • umweltfreundliche Herstellung
  • keine Resistenzgefahr (im Gegensatz z.B. zu Antibiotika)
  • nicht zuletzt lächerlich geringe Arzneikosten

(Nebenbei führen gerade Letztere zu den heftigen Angriffen seitens der Pharmaindustrie. Es kann nicht im Interesse eines der mächtigsten Wirtschaftszweige liegen, preiswert Genesung anzubieten!
Anders ausgedrückt: Wenn die Homöopathie keine Erfolge vorzuweisen hätte (und das noch so preiswert!), gäbe es keinerlei Veranlassung, sie derart scharf zu bekämpfen, sie wäre dann in der Tat kein ernstzunehmender Konkurrent für diese Industriegroßmacht.)

Ein kurzes Wort noch zum Vorwurf seiner Kritiker, Samuel Hahnemann sei ein nicht ernstzunehmender Fantast gewesen:
Ganz im Dienst der Aufklärung stehend, galt er u.a. als einer der glänzendsten Chemiker seiner Zeit. Sein Apothekerlexikon war über Jahrzehnte hinweg das pharmazeutische Standwerk. Nebenbei war er einer der ersten Wissenschaftler und Forscher, die unsichtbare Kleinstlebewesen als Verursacher und Überträger von Krankheiten vermuteten.
Sicherlich wird eine aufgeschlossenere, unvoreingenommenere und (von Wirtschaftsinteressen) unabhängigere Wissenschaft in Zukunft auch dem Geheimnis der Arzneipotenzierungen auf die Spur kommen können, statt, wie leider heute noch, deren Wirksamkeit anzuzweifeln oder wenigstens milde darüber zu lächeln.

 

In einem ausführlichen Erstgespräch in meiner Praxis in Regensburg erfrage ich sämtliche Beschwerden in ihrer Gesamtheit (körperlich-vitales, seelisches und geistiges Empfinden) und wähle daraufhin das nach dem Ähnlichkeitsgesetz passendste Mittel. In den folgenden Sitzungen wird mit dem Patienten der bisherige Heilungsverlauf und das weitere Vorgehen besprochen.

Selbstverständlich veranlasse ich im Zweifelsfall und bei unklaren Situationen (wie z.B. bei Krebsverdacht) eine fachärztliche Untersuchung oder sonstige diagnostische Abklärung.

siehe auch Zur Homöopathie Hahnemanns – Essay

 

Der Meister
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