Paartherapie Regensburg - Heilpraktiker für Psychotherapie (HPG) Gerd M. Kniehl

 

 

Unterwegs zum erfüllenden Liebesglück


Die meisten Liebesfilme enden damit, dass das Paar “sich kriegt”. Was wir nicht sehen, ist, wie es im wirklichen Leben danach weitergeht. Da fängt es ja eigentlich erst richtig an!

Wer kennt es nicht: das anfängliche geheimnisvolle Berührtsein, Wahrgenommensein vom andern, das freudige „Betroffensein“, die kribbelnden Schmetterlinge im Bauch – und endlich wieder richtig Lust auf´s Leben!
Auch das kennt man: die allmähliche Entzauberung, fast wie die Vertreibung aus dem Paradies. Irgendwas hat sich unmerklich geändert, es ist dunkler, „schattiger“, ernster, das anfängliche Versprechen ist dünn geworden.

 

Spannende Auswege oder: Mist ist Dung!

 

Enttäuschungen und Konflikte sind in einer Beziehung nicht nur nicht vermeidbar, sie sind Tritt in den Hintern und gleichzeitig Wegweiser für den nächsten Schritt in Richtung Liebeserfüllung.
G
erade sie sind es, die ein größeres Erfüllungs- und Lebendigkeits- und Lust-Potenzial mit sich bringen!
Das Paar ist zur richtigen Zeit an sein eigentliches Beziehungsgeheimnis angelangt, unbewusst sind beide seinem Ruf gefolgt – und: Es ist überhaupt nichts “falsch” oder „verkehrt“ gelaufen!

Da beide dem gemeinsamen Projekt „Beziehung“ zugestimmt haben, betreffen die nun anstehenden bzw. möglichen Lösungsschritte ebenfalls beide (wirklich beide😉) .
Im Vordergrund der Heilungsarbeit stünde dann das Erkennen, Angehen und Lösen der eigenen Anteile  (die man selbst in diese Beziehung mit eingebracht hat) und auf die der Partner (sei es bewusst oder unbewusst) wahrheitsgetreu wie ein Spiegel  re-agiert.
Der heilsame Umgang mit dem eigenen “Mist” ist es, der spürbar den trennenden Abstand verringert und der automatisch zum Dung wird, damit auf einer tieferen und beständigeren Ebene Raum für Nähe, Intimität und Lust entstehen und wachsen kann.

Natürlich kann kein Partner die Genesungsarbeit des andern übernehmen, jeder ist da mit ausschließlich seinem eigenen “Päckchen” beschäftigt (oder sollte es zumindest sein!). Aber jeder, der sich auf den Weg “raus aus dem Drama” macht, wird überrascht werden von den Früchten und Ergebnissen seiner Heilungsarbeit – selbst wenn nur er daran arbeitet und nicht der Partner.

Die Königsdisziplin wäre das einfühlsame Wahrnehmen und Verständnis des anderen, der sich mit seinen Anteilen ähnlich schwer tut wie wir selbst. Und auch das wächst vollkommen automatisch mit der Zeit: der gesunde Blick auf die Bedürfnisse des Partners, die ich zunehmend ähnlich zu meinen eigenen sehe.
Aus dem anfänglichen geheimnisvollen Berührtsein ist ein Ergriffensein geworden.


Die Paarbeziehung wird damit zu einem Reifungsweg, der zum Erwachen echter Liebesfähigkeit – zu mir selbst und zum andern – führen kann.

Übrigens: Die Rose gilt seit jeher als die Blume der Liebe. Gärtner wissen, dass Rosen ohne Dornen nicht duften. Dornen scheinen also nicht nur als “notwendiges Übel” zur Rose zu gehören, sondern sind unersetzlicher Bestandteil ihres ganzen Wesens.

 

[Aus Gründen der Lesbarkeit wurde bei Personenbezeichnungen die männliche Form gewählt, es ist jedoch immer die weibliche Form mitgemeint.]