Praxis für Systemische Therapie

Systemische Therapie Regensburg – Gerd M. Kniehl

Vorab einiges zum grundlegenden Verständnis zur Arbeit in meiner Praxis für Systemische Therapie Regensburg:

Nichts kann aus sich selbst heraus entstehen oder bestehen. Alles ist voneinander abhängig, alles bezieht sich aufeinander. Der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh formuliert es als „Interbeing“. Im Abendland war es Goethe, der die Grundlagen zu einem organischen Verständnis in seinen theoretischen Schriften umrissen hat im Urphänomen, im Typus und der Idee. Alles ist eingebettet in einem systemischen, organischen Zusammenhang.

In unserer gegenwärtigen Menschheitsphase, der Individualisierung, liegt der Hauptaspekt auf dem Einzelnen. Dies hat zu einem mechanistischen-materiellen Denken geführt, dem wir unsere heutige Wissenschaft verdanken. Aber eben auch der Verlust eines wahrgenommenen Einen, Ganzen, wie es in den Religionen des Ostens oder bei den indigenen Völkern erlebbare Wirklichkeit ist.

Systemische Zusammenhänge sind intellektuell nicht erfassbar

Viele Versuche werden und wurden übernommen, um das Phänomen der systemischen Therapie und das damit zusammenhängende Organische, Systemische intellektuell zu begreifen, zu erfassen und zu erklären. Es muss anerkannt werden, auch wenn sich dem menschlichen Verstand verschließt.
Verstehen heißt nicht erleben, der Begriff ist nicht das Eigentliche, Eine, Lebendige. Auch wenn der Forscher mit aller Macht da eindringen will und sein Geheimnis entreißen möchte.

Systemische Therapie und ihre Denkweise

Alles Einzelne ist eingebettet in größere, umfassendere Zusammenhänge. Diese sind nicht abstrakt, sondern real (wenn auch nicht sichtbar!). Das gilt selbstverständlich auch für den nach heilender Antwort suchenden Klienten. Sein nächstes Umfeld ist die Familie, zuerst seine Eltern, dann deren Eltern usw. sowie alle dazugehörigen Geschwister. Alle haben sie ihren Platz im Familiensystem.
Eine weitere Eigentümlichkeit des Organischen ist die, einen gesunden Ausgleich, eine harmonische Balance herzustellen. Jede Wunde will heilen, sei es der kleine Kratzer oder die großflächige Verletzung. Das gilt nicht nur im Kleinen, sog. Individuellen, sondern es gilt ebenso für die Gemeinschaft, gleich welcher Größe. Dieses Phänomen ist den meisten unter dem Begriff Heilung bekannt. Heil bedeutet ursprünglich ganz, was wiederum Hinweis ist auf das Eine, welchen Namen wir ihm auch immer geben.

Ist es da nicht selbst ein Wunder, dass gerade in unserer „westlichen“ materiellen Sicht diejenige der östlichen Kulturen oder die Anschauung der Indigenen anziehend wirkt – beide mit einer besonderen Hinwendung zu den Ahnen? Es kommt wie gerufen und es scheint nötig gewesen zu sein, nach der einseitigen eingeschlagenen rein analytischen Tendenz den Ausgleich im Integrativen zu finden!

Systemische Therapie weitet den Blick auf die größeren Zusammenhänge

In meiner Praxis für Systemische Therapie Regensburg hat diese Denkweise eine zentrale Stellung. Sie weitet den Blick vom Einzelnen hin zu dem dahinterliegenden Größeren, in das das Einzelne eingebettet ist. Ein neuer Blickwinkel, eine neue Perspektive tut sich auf. Damit werden umfassendere Zusammenhänge klarer und erfassbarer und, was am wichtigsten ist: behandelbarer.

Seit über 20 Jahren, davon 15 Jahre in Regensburg, arbeite ich mit Einzelaufstellungen. Diese haben den Vorteil, dass sie spontan und im intimsten Rahmen Klarheit über die Hintergründe verschaffen. Der Klient fühlt sich da in alle relevanten Familienmitglieder ein und wird von mir so durch die  einzelnen Prozesse geführt und begleitet. In diesem dynamischen und lebendigen Feld spürt der Aufsteller bis ins Genaueste die einzelnen Charaktere sowie deren Befindlichkeit.

Besonderen Wert lege ich nach Durchgang der wesentlichen Prozesse auf das Lösungsbild, das die heilende Energie veranschaulicht und identisch mit ihr ist. Durch die regelmäßige emotionale (!) Auseinandersetzung und Identifikation damit ann es dann im Lauf der Zeit seine Heilungsenergie im Inneren und Äußeren lebendig werden und voll entfalten.

Systemische Vollzüge müssen vollständig integriert werden

Es genügt nicht, davon auszugehen, dass eine einmalige Aufstellung bereits ausreicht, um die gewünschten Prozesse freizusetzen. Der Klient wird deshalb sicherheitshalber gebeten, nach einiger Zeit nochmals einen Praxistermin zu vereinbaren umnachzuschauen, ob die gesamten Vollzüge, vollständig erfasst bzw. praktiziert wurden. In vielen Fällen sorgt das Follow-up sogar erst für die Initialzündung.

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Alle gehören dazu!

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